
Forstliche Exkursion der Klasse Forst 11 nach Sachsen
Die diesjährige Forstliche Fachexkursion Sachsen (10.10-13.10.2011) begann für uns 26 Forstwirtauszubildenden der Klasse Forst 11 und unseren Fachlehrern Herrn Lampa und Herrn Helmboldt
am Montagmorgen mit der Abfahrt vom Treffpunkt SBSZ Ilmenau. Nach einer fünfstündigen Busfahrt erreichten wir gegen 11:30 Uhr die Festung Königstein. Selbstständig und in kleinen Gruppen
hatten wir 2 Stunden Zeit für die Erkundung des ca. 9,5ha großen Festungsplateaus.
Im Anschluss ging es weiter zur Forstlichen Ausbildungsstätte Morgenröthe im Sächsischen Vogtland. Gegen Abend erreichten wir unser Ziel und nahmen unser Quartier im Lehrlingswohnheim.
Gleichzeitig konnten wir erste Kontakte zu unseren Kollegen, den sächsischen Forstwirtauszubildenden, knüpfen.
Nach der ersten Nacht in unserem Quartier startete der Bus um 8:15 Uhr zum Vogtländisch-Böhmischen Mineralienzentrum Schneckenstein in der Nähe der Stadt Muldenhammer. Das Museum bot ein
breites Spektrum verschiedener Ausstellungsthemen, mit dem Schwerpunkt auf Bergbau und Mineralien.
Im Anschluss besichtigten wir das angegliederte Besucherbergwerk „Grube Tannenberg“. Die Führung verdeutlichte uns den damaligen Bergbaualltag anhand verwendeter Maschinen und abgebauter
Lagerstätten. Der Rundgang durch das Bergwerk ging ca. 1,6 Kilometer und dauerte etwa 1 Stunde.
Die Mittagsverpflegung nahmen wir in unserem Quartier ein und machten uns nach der Pause auf den Weg zur ersten Forstexkursion ins Revier Eibenstock. Der zuständige Revierförster Herr Pommer
unternahm mit uns den Rundgang durch sein Revier, in dem ein besonderer Wert auf die Tanne gelegt wird. Sie soll zusätzlich zur Katastrophen anfälligen Fichte, für mehr Stabilität in den Beständen
sorgen. Mit der Rückfahrt und anschließenden Einnahme eines gemeinsamen Abendbrotes endete der Tag.
Am Mittwochmorgen fuhren wir nach dem Frühstück in Richtung Klingenthal. Bei einem Zwischenstopp konnten wir das imposante Bauwerk der Vogtland Arena, der neuen Weltcupschanze, auf uns wirken lassen.
Kurz darauf ging es weiter Richtung Rautenkranz, hier stand die Besichtigung der deutschen Raumfahrtausstellung an. Der geführte Rundgang beleuchtete Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Raumfahrt
und zeigte zahllose originale Exponate. Nach dem Mittag unternahmen wir im Revier Grünheide eine weitere Forstexkursion. Ein Waldarbeiter, der für die Betreuung der FÖJ`ler (Freiwilliges ökologisches
Jahr) und Öffentlichkeitsarbeit im Revier zuständig ist, stellte das Revier vor. Wie schon im Revier Eibenstock vertraut man auch hier verstärkt auf die Weißtanne. An mehreren Waldorten wurden uns
verschiedenste Varianten der Waldwirtschaft aber auch die Umsetzung ökologischer Projekte, wie der Bachlaufgestaltung, vorgestellt. Und das Revier ist landschaftlich sehr reizvoll, nicht zuletzt
wegen eines hier vorkommenden Hochmoores.
Am letzten der Tag der Fachexkursion stand der Besuch des Forstbotanischen Gartens der TU Dresden in Tharandt an. Während einer zweistündigen Führung durch das Arboretum sahen wir eine erstaunliche
Vielfalt unterschiedlichster heimischer und nichtheimischer Baumarten. Die Führung endete im neu angelegten Forst-Park, der den Artenreichtum nordamerikanischer Wälder wiedergegeben soll.
Weil Tharandt in der Nähe von Dresden liegt, nutzten wir die Gelegenheit für eine kurze Erkundung der Altstadt. Am Abend trafen wir wohlbehalten wieder in Ilmenau ein.
Vielen Dank an unsere Fachlehrer für die gelungene Exkursion, die besonders im forstlichen Bereich, viele bleibende Eindrücke hinterlassen hat.
K. Kalaitzis, Forst 11